+++ Weiterhin angespannte Ruhe in Guinea Bissau +++


Die Auswirkungen der Attentate in Guinea Bissau auf die Projekte von ora international dort waren minimal: „Wir haben die Arbeiten einen Tag lang unterbrochen. Dann haben wir weitergearbeitet. Wir betreiben die Schulen, bezahlen die Lehrer und führen auch die weiteren Arbeiten fort,“ schreibt Itla Semedo, Leitern von Central Social, der Partnerorganisation von ora in Guinea Bissau. Und weiter: „Wenn kein Krieg ausbricht, ist unsere Arbeit nicht bedroht.“
Tatsächlich wurden kurz nach den Attentaten am 1. und 2. März Befürchtungen laut, dem Land könnte ein weiteres Mal Bürgerkrieg drohen. Schon Ende der 90er Jahre war gewaltsam um die Macht gekämpft worden. Aktuell (16. März 2009) aber deutet kaum etwas auf weitere Gewalt hin. Schon kurz nach den blutigen Ereignissen versicherte das Militär, ein Staatsstreich sei nicht geplant, und auch nach den Begräbnissen des Generals und des Präsidenten in der zweiten Märzwoche blieb es ruhig. Einige Beobachter sehen sogar die Chance, dass Guinea Bissau gestärkt aus der Krise hervor gehen könnte.
Für die Bevölkerung wird sich vorerst wohl nichts ändern. Ihr Leben bleibt geprägt von Armut und Unsicherheit. Doch es ist weiter möglich für sie zu arbeiten. Und ora international wird dies weiter tun.
Über neue Entwicklungen der Situation in Guinea Bissau informieren wir Sie stets aktuell an dieser Stelle und in Kürze in einem neuen Update.   |